Hamburg
Im Norden ist nicht der Anstieg die Herausforderung, sondern der Wind. Rund um Hamburg formt er das Fahren genauso wie Wasser, Eiszeit und offene Landschaft. Deiche, Geestkanten und weite Ebenen zwingen zu Linie, Haltung und Konsequenz. Das Meer ist nie weit, auch wenn man es oft nur ahnt – als salzige Luft, als offener Horizont, als permanenter Zug von Westen.
Die Routen verlaufen auf Schotter entlang von Flüssen, Seen und alten Verbindungsachsen, dort, wo der Untergrund hält und die Strecke fließt. Kein Tiefsand, kein Küstenklischee. Anspruch entsteht durch Länge, Exposition und die Bereitschaft, dem Wind nicht auszuweichen.
Hamburg steht für ein Grevet, das formt statt überwältigt: konstant, offen, unerbittlich.
Vier Distanzen, ein Revier – geprägt von Meer, Wetter und der Fähigkeit, über Stunden Haltung zu bewahren.
Hamburg
GREVET #1
03. April- 25. April
Social Grevet 12. April
Hamburgs zentraler Norden – Graveln an der Kante der Eiszeit
140 Km / 600 Hm
Das erste Hamburger Grevet führt dich direkt entlang der Vereisungsgrenze der letzten Eiszeit. Eine Landschaft, die so ruhig ist, dass selbst die Landwirtschaft kaum etwas mit ihr anfangen wollte. Perfekt für alle Gravelverrückten! Zwischen der idyllischen Alsterniederung, dem höchsten „Gipfel“ des Hamburger Umlands und den endlosen Wäldern des Segeberger Forsts gleitest du über Champagnergravel vom Feinsten. Weite, Stille, Flow – hier fährt man, weil hier sonst niemand ist. Und genau das macht’s magisch.
GREVET #2
01. Mai – 24. Mai
Social Grevet 01. Mai
Sand ganz ohne Strand!
200 Km / 1800 Hm
Im Süden Hamburgs wartet ein echtes Kontrastprogramm: Die Harburger Berge und die Lüneburger Heide liefern dir Steigungen mit Zündstoff, Pisten wie aus dem Sandkasten, nur größer – und Aussichten, die direkt ins Herz gehen. Wo früher Panzer lärmen durften, schwirren heute Gravelbikes durchs Gelände! Du erklimmst den legendären Wilseder Berg, streifst die historische Salzstadt Lüneburg und bekommst ein 200-km-Erlebnis, das nach Abenteuer riecht. Ein Muss für alle, die Sand mögen.
GREVET #3
23. Mai – 14. JuNI
Social Grevet: 23. Mai
Elbe, Seen, Meer und das norddeutsche „Höchstgebirge“
300 Km / 2400 Hm
Der 300er nimmt dich mit auf eine epische Rundreise: erst raus an den Hamburger Stadtrand, dann entlang des mächtigen Elbe-Urstromtals, weiter zur ehemaligen innerdeutschen Grenze und am Ratzeburger See entlang immer weiter gen Norden. Und dann kommt er: der Höhenrausch der 2026er Saison, der sagenhafte 164 m hohe Bungsberg. Norddeutschlands höchste Erhebung – und ja, du kannst hier tatsächlich auf einer Skipiste bergab graveln. Wenn du das noch nie gemacht hast: Jetzt wird’s Zeit.
GREVET #4
03. Juli – 26. Juli
Social Grevet: TBD
Das Baltische Biest
400 Km / 1700 Hm
Unser längstes Abenteuer des Jahres startet in der Hansestadt Lübeck und führt dich zu atemberaubenden Blicken auf die Mecklenburger Ostseeküste. Danach geht’s weiter auf die Insel Poel und zum Schweriner See – wunderschöne Namen, traumhafte Kulissen… doch lass dich davon nicht täuschen. Denn das Baltische Biest besucht freundliche Namen, ist aber gnadenlos auf der Strecke. Über 400 km auf feinsten, fordernden und machmal endlose erscheinenden Mecklenburger Gravelpisten. Sie werden dich fordern, formen und garantiert an deine Grenzen bringen. Aber genau deshalb liebst du Gravel, oder?
Das Hamburger Team
Northern Light(s) Road & Gravel
Northern Light(s) ist im Norden entstanden, wo Straßen enden, Wind offen angreift und Distanz mehr zählt als Höhe. Das Kollektiv bewegt sich bewusst jenseits klassischer Rennformate und unterstützt Radfahren dort, wo es reduziert, roh und eigenständig bleibt. Road, Gravel und Ultracycling sind hier keine Kategorien, sondern Werkzeuge.
Die Gruppe vereint Erfahrung aus Langstrecke, Unsupported-Formaten und dem Erkunden wenig befahrener Regionen Norddeutschlands. Planung, Navigation und Materialverständnis sind kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung, um lange Strecken eigenständig und konsequent zu fahren – unabhängig von Eventlogik oder Publikum.
Northern Light(s) steht für Radfahren ohne Absicherung: getragen von Teamgeist, gegenseitigem Vertrauen und der Bereitschaft, sich Wind, Wetter und Distanz zu stellen. Nicht, um zu imponieren – sondern weil genau dort der Kern des Unterwegsseins liegt.
Lasse
Hamburg
Lasse hat generell große Schwierigkeiten, ruhig zu sitzen, außer natürlich auf dem Rad, da hält er es erstaunlich lange aus! Früher vor allem auf dem Rennrad unterwegs, fuhr er am liebsten bis zum Nordkap und am schnellsten immer dann, wenn es irgendwie in Richtung Berlin ging. Seit Corona gilt für ihn: Weniger Asphalt, mehr Abenteuer! Seine wahre Superkraft liegt aber nicht nur im Daueressen, sondern in der Organisation richtig guter Projekte. Deshalb ist es eigentlich logisch, dass er bei grevet.de nicht nur dabei ist, sondern es für ihn praktisch dazugehört wie Schotter zum Graveln.
Constantin
Berlin
Constantin geht selten die Luft aus – praktisch, wenn man beruflich Trompeter ist und privat am liebsten alles mit zwei Rädern erledigt. Als Ultracycling-Weltmeister von 2008, Paris-Brest-Paris-Randonneur und starker Finisher beim Race Around Austria (wo er nach mehreren Zeugenaussagen länger geschlafen hat als zu radeln), sucht er ständig nach neuen Abenteuern. Auf der Straße findet er schon lange niemanden mehr, der freiwillig mit ihm mitfährt, darum freut er sich beim Graveln endlich wieder auf Menschen, die nicht sofort kehrtmachen. Das Lübecker Umland kennt er dabei wie kaum ein Zweiter: Jede Kurve, jede Wurzel, jeden Kilometer.
Ole
Berlin
Auf dem Rennrad Ole ist bekannt als größter Rowdy im Hamburger Straßenverkehr. Kein Wunder, dass er sich dort kaum noch blicken lassen kann, ohne ein kleines Verkehrsdrama auszulösen. Also hat Ole seinen sportlichen Wirkungskreis dorthin verlegt, wo er niemanden stört: auf Feld, Wald und Wiese. Dort entfaltet er seine erstaunlichste Superkraft: Höhenmeter finden, wo eigentlich keine sind. Egal wie flach Norddeutschland auch scheint, Ole entdeckt garantiert eine Steigung, die vorher niemand wahrgenommen hat. Und obwohl er schon zweimal Trondheim – Oslo hinter sich gebracht hat, wäre es für ihn als Marathonläufer natürlich kein Problem, sein Rad im Zweifel auch einfach mal 20 Kilometer zu schieben. Hauptsache Bewegung – und Hauptsache keine Autofahrer weit und breit.
Bert
Berlin
Bert gehört zu den wenigen Menschen, die mit jedem Tag jünger wirken – ein praktischer Nebeneffekt seines brandneuen Ruhestands. Jetzt hat er endlich Zeit für sein eigentliches Lebenswerk: Graveln. Während andere ihr Rentenleben mit Kreuzworträtseln beginnen, plant Bert die Teilnahme am legendären Supergrevet Basel – Kleve. Bis es so weit ist, düst er unermüdlich durchs Hamburger Umland und testet jeden Feldweg persönlich. Seine „Jugendjahre“, führten ihn bereits von Trondheim nach Oslo und bei besserem Wetter sogar über den Tuscany Trail. Aufhören? Für Bert keine Option. Er wird schließlich täglich jünger.