Bevor der Radsport ein Spektakel war, war er Staub. Staub auf der Straße von Wien nach Berlin, auf den Hosenbeinen von Männern, die niemand kannte und die trotzdem ankamen. Den Mythos des reinen, unverfälschten Radsports hat es nie gegeben. Jede Epoche hatte ihre Verwertungslogik. Die heutige ist von anderer Qualität.
Originalberichte von 1894: Hirsch, Grüttner und Gerger erzählen Mailand–München über Brenner, Sturm, Schieben, Stürze und Impro-Verpflegung (Wein, Selters, Schnaps). München feiert, das „Münchener Kindl“ dichtet, Dr. Speer protokolliert Puls und Maße. Keine Romantik – nur belastbare Geschichte als Fundament für heutige Langstrecken.