![]() Zeitraum 01. Mai – 24. Mai Social Grevet 02. Mai Zeitfenster: 20 Stunden | ![]() Startort Eberswalde |
![]() Distanz 200 Km | ![]() Anstieg ca. 1500 Hm |
![]() Geländeanteil ca. 80% | ![]() Schwierigkeit 5/10 |

Eberswalde ist keine glamouröse Adresse. Die Stadt liegt dort, wo Berlin aufgehört hat zu wachsen und Brandenburg noch nicht begonnen hat zu gefallen – in einem Zwischenraum, den die meisten durchqueren, um anderswo zu sein.
Aber Eberswalde hat den Finow-Kanal. Und dahinter: die Schorfheide.
Die Schorfheide ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Berliner Randregion – und eines der am wenigsten verstandenen. Nicht weil es nichts zu sehen gibt, sondern weil es nicht aussieht wie ein Ort, für den man eigens fährt. Kein Gebirge, keine Schluchten, keine dramatische Aussicht. Die Schorfheide ist eine Landschaft des Innenraums: Kiefernwälder, die kein Ende ankündigen. Seen, die hinter Baumreihen verschwinden, bevor du sie ganz gesehen hast. Wege, die abbiegen, ohne es zu zeigen.
Diese Tour führt nicht dorthin, wo alle hinfahren. Nicht an die Postkartenufer des Werbellinsees, nicht auf die ausgeschilderten Erholungsrouten, die man aus Berlin kennt und nach zehn Kilometern wieder vergisst. Dieser Grevet zeigt die zweite Schicht: Forstwirtschaftswege, die breite Schotterkorridore durch den Wald schlagen, ohne Rücksicht auf Ästhetik, aber mit dem Vorteil guten, tragfähigen Untergrunds. Waldschneisen, die im Winter dem Holztransport dienen und im Sommer dem Jagdbetrieb – und in den Monaten dazwischen dir. Wege ohne Namen, auf keiner touristischen Karte, weil sie nie für Gäste gedacht waren.
Die Schorfheide war Reichsjagdgebiet, DDR-Staatsreservat, Sperrzone. Hermann Göring ließ hier ein Jagdhaus bauen, das heute nicht mehr steht. Erich Honecker residierte in der Nähe. Die Macht, in welcher Form auch immer, hat sich hier zurückgezogen und das Gelände im Wesentlichen sich selbst überlassen – was bedeutet, dass der Forst hier dichter ist, die Wege weniger ausgetreten, die Eingriffe seltener. Du fährst auf einem Untergrund, der Jahrzehnte ohne nennenswertes Publikum hatte. Das merkst du: weniger Trittschäden, weniger Erosion, dichteres Kronendach. Die Ruhe hier ist keine touristische Konstruktion – sie ist das Ergebnis von Abwesenheit.
Ab Kilometer 120 gibt die Schorfheide dich langsam frei. Das Land öffnet sich, die Baumreihen werden lichter, Felder erscheinen. Die Uckermark beginnt mit einem anderen Licht – weiter, klarer, weniger Schatten. Hügeliges Ackerland, kleine Kuppen, Kieswege an Feldrändern, die den Windrichtungen folgen statt dem Wegebau. Der Körper muss neu kalibrieren: andere Muskeln, andere Rhythmen, ein anderer Horizont. Das ist die Qualität dieser zweiten Strecke – sie wechselt das Register, ohne die Spannung zu brechen.
200 Kilometer bedeuten hier: Zeit. Nicht Strecke. Wer Flow sucht, findet ihn in der vierten Stunde, wenn der Körper aufgehört hat zu verhandeln und einfach fährt. Wenn die Schorfheide kein Ziel mehr ist, sondern ein Zustand. Wenn die Beine wissen, was sie tun, bevor der Kopf gefragt hat. Das ist kein Highlight-Grevet. Das ist ein Grevet für Menschen, die wissen: ein guter Tag im Sattel ist kein Ereignis. Er ist ein Zustand. Und 200 Kilometer sind genau die Strecke, die man braucht, um diesen Zustand einmal vollständig zu durchleben.



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- Hinweise zu Verpflegungspunkten
- Reglement (Solo/Duo)
- Packliste & Ausstattungsempfehlung
- Download der gpx-Datei
- Verewigung an den Säulen des „Grevet-Olymps“ ( Starter-/Finisherliste)
- Challenge für die jeweilige Tour





